SuLaMo-Abschlusskonferenz in Meknès (Marokko): Nachhaltige Landwirtschaft mit bis zu 30 Prozent weniger Wasser

Im Forschungsprojekt SuLaMo wurden innovative Lösungen für eine nachhaltige Landwirtschaft in wasserarmen Regionen entwickelt. Als Projektpartner war auch die Ingenieurbüro Roth & Partner GmbH beteiligt. Durch die Kombination moderner Bewässerungs-, Entsalzungs- und Monitoringtechnologien konnten Wassereinsparungen von bis zu 30 Prozent erreicht werden.

Abschlusskonferenz in Meknès, Marokko

Auf der Abschlusskonferenz in Meknès, Marokko, stellte das deutsch-afrikanische Forschungsprojekt SuLaMo seine neuen und wassersparenden, landwirtschaftlichen Lösungen vor. © Roland Keil, DLR Projektträger

SuLaMo-Projektteam Versuchsanlage

An drei Standorten in Marokko installierte das SuLaMo-Projektteam Versuchsanlagen, um das optimierte Wassermanagement in den unterschiedlich trockenen Regionen zu testen und die Erträge sowie Qualität des angebauten Gemüses zu analysieren. © Ismail Ait Lahssaine

Wie kann Landwirtschaft auch in wasserarmen Regionen langfristig erfolgreich betrieben werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich das deutsch-marokkanische Forschungsprojekt SuLaMo, an dem auch die Ingenieurbüro Roth & Partner GmbH beteiligt war. Die Ergebnisse wurden auf der Abschlusskonferenz am 26. und 27. Mai 2025 in Meknès, Marokko, vorgestellt.

Der Klimawandel verschärft die Wasserknappheit in vielen trockenen Regionen der Erde. Besonders die Landwirtschaft ist deshalb auf Lösungen angewiesen, mit denen sich die verfügbaren Wasserressourcen effizienter und nachhaltiger nutzen lassen. Im Rahmen von SuLaMo wurden innovative Bewässerungs- und Bodenbewirtschaftungstechniken entwickelt und an drei Standorten in Marokko unter unterschiedlichen klimatischen Bedingungen erprobt.

Zum Einsatz kamen unter anderem unterirdische Tropfbewässerung, Strohmulch sowie eine energiesparende Technologie zur Entsalzung von Brack- und Meerwasser. Das aufbereitete Wasser wurde direkt zu den Wurzeln der Pflanzen geleitet. Dadurch konnten Verdunstungsverluste deutlich reduziert werden. Beim Maisanbau erzielte das Projekt auf diese Weise Wassereinsparungen von bis zu 30 Prozent – ohne Einbußen bei der Produktivität.

Ergänzt wurden die Maßnahmen durch ein intelligentes Echtzeit-Monitoring. Sensoren und Wetterstationen erfassten fortlaufend den Bodenwasserhaushalt, den Brunnenwasserspiegel und aktuelle Wetterdaten. Auf dieser Grundlage ließ sich die Bewässerung bedarfsgerecht steuern. Sowohl das Monitoringsystem als auch die Entsalzungsanlage wurden mit Solarenergie betrieben.

Das seit 2022 vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderte Projekt wurde von der Hochschule Karlsruhe koordiniert und gemeinsam mit deutschen und marokkanischen Forschungs- und Praxispartnern durchgeführt. Als Projektpartner brachte die Ingenieurbüro Roth & Partner GmbH ihre fachliche Kompetenz in das internationale Forschungsvorhaben ein.

Die gewonnenen Erkenntnisse leisten einen wichtigen Beitrag zur klimaangepassten Landwirtschaft in trockenen Regionen. Gleichzeitig besitzen die entwickelten Lösungsansätze angesichts zunehmender Trockenperioden auch für Deutschland eine wachsende Bedeutung.

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